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Dr. Beck & Dr. von Kropff |
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Die KastrationAls Kastration bezeichnet man die Entfernung der Keimdrüsen beim weiblichen und männlichen Tier. Bein weiblichen Tier werden beide Eierstöcke und die Gebärmutter entfernt. Beim männlichen Tier die Hoden. Eine Sterilisation bezeichnet die Unfruchtbarmachung durch Abbinden der Eileiter bzw. der Samenleiter. Dies wird im Allgemeinen in der Tiermedizin nicht durchgeführt.
Kastration der HündinEine Hündin wird ca. alle 6-8 Monate läufig. Sie hat während der ca. 3 Wochen andauernden Läufigkeit blutigen Scheidenausfluss und ist sehr attraktiv für Rüden. Häufig ist ihr Geruch auch für uns sehr intensiv. Dies alles verschwindet mit der Kastration. Gründe für die Kastration: 1.Verhinderung von Gesäugetumoren (Brustkrebs): 2. Verhinderung einer Pyometra
(Gebärmuttervereiterung): Mögliche Nebenwirkungen der Kastration: Es besteht die Möglichkeit, dass eine kastrierte
Hündin im hohen Alter eher eine Blasenschwäche entwickeln wird als eine
nicht kastrierte Hündin. Diese wäre jedoch mit einer regelmäßigen
Tablettengabe gut zu behandeln.
Ein Rüde wird mit 6-9 Monaten geschlechtsreif. Rüden, bei denen sich ein oder beide Hoden noch im Bauchraum oder im Leistenkanal befinden bezeichnet man als Kryptorchiden. Diese Rüden sollten auf jeden Fall kastriert werden, da die Wahrscheinlichkeit der tumorösen Entartung der nicht abgestiegenen Hoden sehr hoch ist. Gründe für die Kastration: 1. Verminderung der Aggressivität gegenüber anderen
unkastrierten Rüden: 2. Kein Interesse an läufigen Hündinnen: 3. Verhinderung der Prostatahypertrophie: 4. Verhinderung des Präputialkatarrhs: 5. Verhinderung von Perianaltumoren:
Mögliche Nebenwirkungen der Kastration: Der tägliche Energiebedarf eines kastrierten Rüden sinkt um etwa 30 %. Das heißt, dass ein Rüde nach der Kastration ein Drittel weniger Futter braucht als vorher. Darauf ist unbedingt zu achten, um Übergewicht zu vermeiden. Bei einigen Rassen kann es in einigen Fällen nach der Kastration zu Fellveränderungen kommen. Sie bekommen dann wieder so eine Art Welpenfell.
Katzen werden mit ca. 5-6 Monaten geschlechtsreif. Weibliche Katzen werden zwischen Februar und November alle 3 Wochen rollig. Eine Rolligkeit dauert etwa 5 Tage. Es gibt in Deutschland eine unvorstellbare Anzahl an herrenlosen Katzen, die auf der Straße leben und um die sich Tierschutzvereine und Tierheime kümmern. Aber auch viele Katzen können nicht betreut werden und leben unter elenden Bedingungen und werden meist nur ein paar Jahre alt. Ein unkastriertes Pärchen kann in 10 Jahren rein rechnerisch bis zu 80 Millionen Nachkommen produzieren. Es ist also aktiver Tierschutz seine Katze kastrieren zu lassen. Gründe für die Kastration von Katern: Unkastrierte Kater markieren ihr Revier mit sehr übelriechendem Urin (auch in der Wohnung), sie sind sehr häufig in Kämpfe verwickelt und sie sind oft tagelang unterwegs. Sie sind extrem häufig verletzt, haben eitrige Abszesse nach Beißereien und die Gefahr sich mit nicht heilbaren Krankheiten wie Leukose oder FIV (=Katzenaids) anzustecken ist deutlich höher. Gründe für die Kastration von Katzen: Katzen, die nicht gedeckt werden können dauerrollig werden. Das heißt, die Katze ist ununterbrochen rollig. Dies kann gesundheitliche Schäden hervorrufen. Es gibt keinen wissenschaftlich belegbaren Grund dafür, dass Katzen einmal Welpen gehabt haben sollen, bevor sie kastriert werden. Mögliche Nebenwirkungen der Kastration: Nach einer Kastration sinkt der tägliche Energiebedarf um etwa 30 %. Dass heißt, eine kastrierte Katze oder Kater benötigt ein Drittel weniger Futter. Darauf ist unbedingt zu achten, um Übergewicht zu vermeiden.
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